Der vollständige technische Text basiert auf dem chinesischen Original RK-KF-YF-C45 / V1.0.0. Ein entsprechendes englisches PDF wurde nicht geliefert; Englisch, Russisch und Deutsch wurden vollständig aus dem Chinesischen übersetzt. Die Quelle enthält keine eigenständigen technischen Abbildungen; Patches liegen als editierbarer Code vor und werden nicht als englische Originalbilder ausgegeben. Die Quelle nennt „alle Produkte“ ohne konkrete Kernelversion; daraus folgt keine Eignung für jede ArmSoM-Platine. Dies ist nur eine Plattformreferenz: SoC, PMIC-Modell und Beschaltung, eMMC/UFS-Freigabeliste, Spannungsabfall, Reset-Timing, SDK/BSP sowie U-Boot- und Kernelzweig prüfen. Der RK3588-DTS-Pfad ist ein Herstellerbeispiel, kein von ArmSoM getesteter oder allgemeingültiger Patch. Hardwaretests zu Stromausfall, Datenzuverlässigkeit und Schwellen wurden nicht durchgeführt.
Vor Schwellenänderungen die Hardware prüfen: Eine falsche Unterspannungs-Reset-Konfiguration kann Reset-Schleifen oder Datenverlust verursachen. Es werden keine Patches ausgeführt, Geräte geflasht oder Stromausfalltests durchgeführt. Die Quellenangabe „Standardschwelle 3.2V“ weicht vom alten Patchwert 2700mV ab; beides bleibt nachvollziehbar erhalten.
ArmSoM Docs · Rockchip kernel · EDITORIAL-NOTES
1. Einführung
Das Dokument beschreibt für Entwickler eingebetteter Systeme, industrieller Geräte und Unterhaltungselektronik Maßnahmen zum Schutz von eMMC/UFS-Daten bei unerwartetem Stromausfall.
Bei Modellen, für die die Freigabeliste eine höhere Reset-Spannung bei Stromausfall verlangt, ist die passende Versorgungslösung unten anzuwenden.
Auch bei nicht entsprechend markierten Modellen können diese Maßnahmen bei Stromausfallproblemen als Referenz dienen.
2. Schutzmaßnahmen bei Stromausfall
Die gewählten eMMC- und UFS-Bausteine müssen in der von Rockchip veröffentlichten Freigabeliste stehen, damit die Zuverlässigkeitstests bei unerwartetem Stromausfall abgedeckt sind.
Wird der Controller bei Stromausfall zurückgesetzt, solange die VCC-Versorgung von eMMC beziehungsweise UFS noch im Normalbereich liegt, sinkt der Systemverbrauch und der VCC-Abfall wird verzögert. Gleichzeitig beendet der Controller die Datenübertragung, um fehlerhafte Schreibvorgänge oder Adressverschiebungen zu vermeiden.
2.1 RK806
Im Kernel-DTS die Abschaltspannung (shutdown_voltage_threshold) auf 3.2V erhöhen. Fällt die PMIC-Eingangsspannung unter 3.2V (laut Quelle die „Standardschwelle“), setzt der PMIC den Controller automatisch zurück.
Der folgende Patch dient als Referenz; je nach Projekt sind andere Dateien anzupassen:
diff --git a/arch/arm64/boot/dts/rockchip/rk3588-rk806-single.dtsi b/arch/arm64/boot/dts/rockchip/rk3588-rk806-single.dtsi
index 62f3403789b7..df6c601a468b 100644
--- a/arch/arm64/boot/dts/rockchip/rk3588-rk806-single.dtsi
+++ b/arch/arm64/boot/dts/rockchip/rk3588-rk806-single.dtsi
@@ -30,7 +30,7 @@ rk806single: rk806single@0 {
/* 2800mv-3500mv */
low_voltage_threshold = <3000>;
/* 2700mv-3400mv */
- shutdown_voltage_threshold = <2700>;
+ shutdown_voltage_threshold = <3200>;
/* 140 160 */
shutdown_temperture_threshold = <160>;
hotdie_temperture_threshold = <115>;
2.2 RK817/RK809
Den folgenden Patch in U-Boot übernehmen: Fällt die PMIC-Eingangsspannung unter 3.2V (laut Quelle die „Standardschwelle“), setzt der PMIC den Controller automatisch zurück.
From 571669bdf3facc1d25f746630dd42236ffb55811 Mon Sep 17 00:00:00 2001
From: Shengfei Xu <xsf@rock-chips.com>
Date: Tue, 27 May 2025 17:52:50 +0800
Subject: [PATCH] pmic: rk8xx: rk809/rk17: Configure low-voltage shutdown
threshold
Set low-voltage shutdown threshold to 3200mV
Change-Id: Icdf6b8cfdae9a91d6c7d71ee0e1130968804a3e6
Signed-off-by: Shengfei Xu <xsf@rock-chips.com>
---
drivers/power/pmic/rk8xx.c | 2 +-
include/power/rk8xx_pmic.h | 2 +-
2 files changed, 2 insertions(+), 2 deletions(-)
diff --git a/drivers/power/pmic/rk8xx.c b/drivers/power/pmic/rk8xx.c
index 0820881a80c..da92ea4e36e 100644
--- a/drivers/power/pmic/rk8xx.c
+++ b/drivers/power/pmic/rk8xx.c
@@ -172,7 +172,7 @@ static struct reg_data rk817_init_reg[] = {
* the under-voltage protection will shutdown the LDO3 and reset the PMIC
*/
{ RK817_BUCK4_CMIN, 0x6e, 0x6e},
- { RK817_PMIC_SYS_CFG1, 0x20, 0x70},
+ { RK817_PMIC_SYS_CFG0, 0x24, 0x7f},
/* Set pmic_sleep as none function */
{ RK817_PMIC_SYS_CFG3, 0x00, 0x18 },
/* GATE pin function: gate function */
diff --git a/include/power/rk8xx_pmic.h b/include/power/rk8xx_pmic.h
index 068f009942c..edf90d33513 100644
--- a/include/power/rk8xx_pmic.h
+++ b/include/power/rk8xx_pmic.h
@@ -213,7 +213,7 @@ enum {
#define RK8XX_ID_MSK 0xfff0
#define RK817_PMIC_CHRG_TERM 0xe6
-#define RK817_PMIC_SYS_CFG1 0xf1
+#define RK817_PMIC_SYS_CFG0 0xf1
#define RK817_PMIC_SYS_CFG3 0xf4
#define RK817_GPIO_INT_CFG 0xfe
---
2.34.1
2.3 RK801
Der Controller-Reset bei einer Versorgungsspannung unter 3.6V wird standardmäßig bereits unterstützt; ein Patch-Update ist nicht erforderlich.
2.4 RK805
RK805 unterstützt keinen Controller-Reset bei Unterspannung. eMMC-/UFS-Bausteine, für die die Freigabeliste eine höhere Reset-Spannung verlangt, werden daher nicht empfohlen.
2.5 Externer Reset-IC
Der Reset-IC überwacht die VCC-Versorgung des eMMC. Ein Reset-IC mit einer Schwellenspannung ≥2.93V ist erforderlich. Fällt VCC unter 2.93V, setzt der IC den Controller sofort zurück.
2.6 Notstromversorgung
Systeme mit Pufferbatterie oder Kondensatorversorgung können den Abfall der DC-Versorgungsspannung in Echtzeit überwachen und zum Datenschutz den normalen Abschaltablauf auslösen.
Ein zusätzlicher Patch ist nicht erforderlich.
2.7 Andere Versorgungslösungen
Wenn Stromausfall nicht erkannt und der Controller nicht zurückgesetzt werden kann, werden eMMC-/UFS-Bausteine mit laut Freigabeliste erforderlicher höherer Reset-Spannung nicht empfohlen.
